HUNDEBEGEGNUNGEN ENTSPANNTER MEISTERN

Gibt es etwas, dass noch anstrengender für dich als Hundehalter_in ist als ein an der Leine tobender Hund?

Ok, vielleicht fällt dir noch etwas ein. Aber ganz ehrlich, das ist DAS Dauer-Brenner-Thema quer durch die ganze Hundeszene.

Warum? Naja. Wenn der eigene Hund an der Leine tobt

  • fällt das ziemlich auf 
  • hängen wir oft hilflos am anderen Ende der Leine
  • ist das auch ganz schön gefährlich
  • minus
    wird das von alleine nicht besser
  • minus
    bekommt man gefühlt 1000 Ratschläge, was man doch probieren soll

Von Anfang an alles richtig machen

Gerade mit einem Welpen oder jungen Hund absolur verständlich. Du willst von Anfang an alles richtig machen und damit vielleicht anders, als du es bei deinem früheren Hund gemacht hast? Oder du dachtest, du machst das genauso wie bei deinem früheren Hund, denn da hat es ja auch super funktioniert. Musst aber feststellen, dass dein junger Hund ganz anders ist, als du es kennst?

Der Vorsatz ist echt nachvollziehbar und wir kennen ihn zu gut von uns selbst. Aber ganz ehrlich: Nimm dir erst mal diesen Druck.
Es werden immer Fehler passieren, wir werden den Kurs immer wieder etwas anpassen müssen. Aber das ist ein spannender Prozess und auch gar nicht schlimm. Wichtig ist nur, dass wir eine Landkarte haben und wissen wo wir hin möchten. 

Wir leben mit unseren Hunden nicht in einer Seifenblase und wir können nie zu 100% kontrollieren wer wo wie seinen Hund zu uns laufen lässt oder nicht. 

Aber keine Sorge, wir verraten dir, wie du deinen jungen Hund super auf Hundebegegnungen - ob mit Kontakt oder ohne an der Leine -vorbereiten kannst.

Hundebegegnungen meistern

Ein elementarer Bestandteil von gelungenen Hundekontakten ist die Zeit. Damit ist gemeint: Geh`es langsam an. Renne mit deinem Hund nicht jedem Hund entgegen sondern gib ihm erst mal Gelegenheit aus der Entfernung entspannt zu schauen. Lerne, deinen Hund zu lesen: Ist er tatsächlich interessiert am anderen Hund? Ist er neugierig ohne Angst zu zeigen? Oder möchte er lieber in eine andere Richtung laufen sobald er den anderen Hund gesehen hat? 
Wenn du deinem Hund genug Zeit und dazu die nötige Distanz zum anderen Hund gibst, wirst du vielleicht erstaunt sein, was dein Hund auf einmal so tut:
Beginnt er am Boden zu schnüffeln und einen Bogen zu gehen? Dreht er sich komplett vom anderern Hund weg? 
Super, dann weißt du, dass dein Hund etwas Zeit braucht und wenn du es ihm bieten kannst auch etwas Abstand zum anderen Hund.

Für Hunde ist es unhöflich direkt und frontal aufeinander zuzulaufen. Deshalb gehen Hundebegegnungen auf Wegen oft schief, wenn man sich direkt begegnet ohne Ausweichmöglichkeiten. Überlege dir, wie es auf einen anderen Hund wirken muss, wenn auf Hund bereits auf den Hinterbeinen stehend und mit hochgezogenen Vorderbeinen in der Leine hängt. Extrem bedrohlich, oder? Kein Wunder, dass dein Hund dann angespannt ist und vielleicht ebenfalls mit Bellen und Zerren reagiert. 


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Wie du die Aufme​​​​rksamkeit deines Hundes zurück gewinnst

Wir zeigen dir unsere 5 besten Übungen, mit denen dein Junghund sofort aufmerksamer wird.

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Je leichter es deinem Hund fällt, entspannt zum anderen Hund hin zu gehen, desto besser werden auch die direkten Begegnungen funktionieren. Klar, wenn dein Hund bereits auf 180 ist wenn er einen anderen Hund sieht kann natürlich der direkte Kontakt auch nur auf 180 stattfinden. 

Kontakt an der Leine - ja oder nein?

Früher dachten wir "Kontakt an der Leine auf keinen Fall". Eben weil die Hunde hier extrem eingeschränkt sind und es schnell mal "Verwicklungen" gibt. 

ABER

Leider kommt es fast immer irgendwann einmal zu ungeplanten Begegnungen bei denen ein freilaufender Hund auf dich und deinen angeleinten Hund trifft. Deshalb lohnt es sich auch kurze Begrüßungskontakte an der Leine gezielt und kontrolliert zu trainieren. So hat dein Hund im Ernstfall schon Übung und weiß, wie er sich verhalten kann. 

Wenn möglich verhindern wir aber ungeplante Begegnungen an der Leine und gehen mit unserem angeleinten Hund entweder ein Stück auf die Seite so dass das andere Hund-Mensch-Team in Ruhe vorbei gehen kann oder wir sprechen uns ab und laufen selbst vorbei. 

Der Weg zu entspannten Hundebegegnungen

Das Wichtigste zuerst:

Bringe deinem jungen Hund von Anfang an bei, dass er NICHT jedem Hund den er sieht "Hallo" sagen kann.

Warum? Ganz einfach. Ansonsten passiert es schnell, dass dein Hund die Erwartung entwickelt zu jedem Hund hin zu müssen. Und wir wissen alle: Das geht aus den verschiedensten Gründen nicht. 
Deshalb übe von Anfang an, dass Hunde nicht bedeuten "Wir rennen jetzt schnell da hin".

Wann immer es möglich ist nutze Hundesichtungen aus der Entfernung als Training:

Nimm dir Zeit und lasse deinen Hund anderer Hunde aus sicherer Entfernung ruhig anschauen und belohne ihn immer wieder auch fürs Wegschauen.

Mach langsam. Gib deinem Hund die Möglichkeit selbst langsamer zu werden wenn euch ein anderer Hund entgegen kommt. Achte darauf was dein Hund in der Sekunde tut, in der er den anderen Hund sieht.

Belohne deinen Hund für nettes Verhalten in der Nähe anderer Hunde:

  • dein Hund guckt vom anderen Hund weg
  • er kann auf seinen Namen reagieren wenn du ihn ansprichst
  • er schnüffelt am Boden wenn er einen anderen Hund sieht
  • er macht einen Bogen und geht vom anderen Hund weg

Verzichte unbedingt auf Strafen oder Schimpfen wenn dein Hund unangemessen reagiert. Er wird sonst zukünftig ähnliche Situationen nur noch stressiger erleben und deshalb immer früher mit Bellen oder Aggression auf andere Hunde reagieren. 

Neben Zeit und genügend Raum hilft deinem Hund ein gut sitzendes Brustgeschirr, eine 3-5 Meter lange Leine, und ein paar richtig gute Kekse. 

An einer zu kurzen Leine sind die Hunde in ihrer Bewegung so sehr eingeschränkt, dass sie höfliches Verhalten anderen Hunden gegenüber nicht zeigen können. Die Leine hindert sie daran etwas auf die Seite zu gehen oder langsamer zu werden wenn wir Menschen einfach weiter laufen. Dann bleibt dem Hund häufig nichts anderes übrig als deutlicher zu werden. Frust spielt ebenfalls eine Rolle, wenn dein Hund zuvor immer zu jedem Hund hin durfte.

Du hast bereits ein Markersignal? Super. Das kannst du natürlich auch hier für eindeutige Kommunikation und eine tolle Trainingsatmosphäre einsetzen. Je mehr angenehme Dinge dein Hund mit dem Anblick anderer Hunde verknüpft, desto besser!

Leinenspaziergänge ohne Kontakt

Eine wirklich wertvolle Trainingsmöglichkeit sind entspannte Leinenspaziergänge mit einem anderen Mensch-Hund-Team ohne dass die Hunde Kontakt haben.
Hier kannst du dich völlig auf deinen Hund konzentrieren und tolles Verhalten gut belohnen. Natürlich hilft dir auch in dieser Situation das Training mit einem Markersignal. Was das ist und wie du es einsetzen kannst werden wir dir in einem anderen Beitrag zeigen. Soviel sei verraten: Es wird dir das Leben mit deinem jungen Hund extrem erleichtern und bereichern. 

Warum ohne Kontakt?
Damit ermöglichst du deinem Hund Kommunikation auch an der Leine zu lernen und verhinderst, dass er die Erwartung hat, zu jedem Hund "Hallo" sagen zu müssen.

Suche dir für die Leinenspaziergänge ein geeignetes Team welches auch an entspannten Spaziergängen interessiert ist. Vielleicht kann euch hier ein(e) positiv arbeitende(r) Hundetrainer/Hundetrainerin unterstützen, so dass ihr wisst, worauf ihr achten solltet.

Und wenn es schon schief geht?

Hat dein Hund an der Leine bereits ein "Problem" und reagiert aggressiv auf andere Hunde lohnt es sich, wenn du dir Unterstützung holst. 

Die Prinzipien im Training sind die selben, wie wir dir oben beschrieben haben. Zeit und Distanz spielen hier eine große Rollen.

Wenn du weißt, dass dein Hund in zu engen Situationen überreagiert gilt trotzdem:

  • Vermeide diese Situationen wann immer du kannst und weiche vorausschauend aus
  • Trainiere mit deinem Hund ein Notfallsignal um sein Verhalten nett zu unterbrechen (super geeignet: das Geschirrgriffsignal)
  • verzichte unbedingt auf Strafe und Schreckreize wenn dein Hund sich aufregt
  • sei vorbereitet wenn es zu eng wird: Lieber rechtzeitig die Leberwursttube vor die Nase halten als "auslösen" lassen


Hundebegegnungen sind die Masterclass

Was wir aus unseren Erfahrungen mitnehmen: Hundebegegnungen sind für viele Hunde eine Herausforderung und wir können nie verhindern, dass es auch einmal zu ungeplanten Begegnungen kommt.

Sieh` jedesmal als Trainingsgelegenheit wenn ihr einen anderen Hund trefft. Mach` dir keinen Stress, wenn es mal schief geht. Dann weißt du, woran du noch üben kannst. 

Es lohnt sich, hier immer am Ball zu bleiben, auch wenn dein Hund bisher super mit Hundebegegnungen klar kommt. Unterstütze ihn auch dann und belohne gutes Verhalten. Es wird sich ein ganzes Hundeleben lang auszahlen.

Hast du einen "Leinenrambo" und weißt nicht, wie du damit umgehen sollt wende dich gerne an uns. Wir können dir entweder eine(n) kompetenten Trainer(in) vor Ort empfehlen oder dich persönlich unterstützen. 

Hab` also viel Freude und Spaß mit deinem jungen Hund und denk dran, auch mal Trainingspause einzulegen und einfach ins Grüne zu fahren und die Seele mit deinem Hund baumeln zu lassen. 

Wie wir dir helfen:

Damit aus deinem Junghund und dir ein starkes Team wird betreuen wir dich ganze 12 Monate lang. In einer tollen familiären Gruppe wirst du mit Praxisübungen für den Alltag versorgt, kannst dich mit anderen Teilnehmer_innen austauschen und an unseren Live-Fragerunden teilnehmen. Hier erfährst du mehr über unser Rund-Um-Programm und kannst dich unverbindlich für die Warteliste eintragen um den Start nicht zu verpassen:

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